Bildung und Arbeitsmarkt

Die Wirtschaftsstruktur und der Arbeitsmarkt im Landkreis Harz bzw.  seinen früheren Altkreisen waren bis 1989 durch Industrie, Landwirtschaft und Tourismus geprägt. Die wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Veränderungen seit 1990 führten jedoch auf dem regionalen Arbeitsmarkt zu tiefen Einschnitten. 

Kontinuierliche Anstrengungen vieler Akteure aus Wirtschaft und Verwaltung ermöglichten dennoch in den vergangenen Jahren eine wirtschaftliche Neuorientierung sowie positive Veränderungen, die sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen. 

Außerdem zeichnet sich der Landkreis Harz mit seiner unmittelbaren Nähe zu verschiedenen Wissenschaftsstandorten in Deutschland aus. So liegt die Harzregion zentral im Forschungsdreieck Braunschweig, Magdeburg und Göttingen. Weitere Wissenschaftsstandorte wie Berlin, Halle und  Leipzig befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Als Hochschulstandort ist die Region durch die Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH) bekannt.

Eine sehr gute Positionierung erreicht der Harzkreis in verschiedenen Rankings im Bereich familienpolitischer Standortfaktoren wie der Kita-Betreuungsquote oder der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 

Weitere Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsdaten der Region: 

Ausbildungsplätze 98,3 % je 100 Nachfrager
Hochqualifizierte 6,9 % der SV-Beschäftigten
Ingenieure 1,7 % je 100 SV Beschäftigte
ALG II Empfänger 10,6 je 100 Einwohner
Junge Arbeitslose 5,3 %
BIP je Einwohner 20.745 €
Produktivität 52.837 € (BIP je Erwerbstätigen)
Arbeitskosten 26.595 € je Arbeitnehmer
Kita-Betreuungsquote 71,4 % der unter 6 jährigen in Betreuung

Datenmaterial:
Regionalranking 2009, Landkreis Harz; Herausgeber: INSM - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH, Köln
Familienatlas 2007; Herausgeber: Prognos AG, Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Industrie- und Handelskammertag