Warum eine Innovationsstrategie?

Welche Impulse braucht der Harzkreis für ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum und wo liegen für regionale Unternehmen Handlungsansätze bzw. entsprechende Forschungsfelder, um ein solches Wachstum zu begünstigen und zu gestalten? 

Im Rahmen der Entwicklung einer regionalen Innovationsstrategie wird die Frage zu beantworten sein, welche Forschungsschwerpunkte sich für den Harzkreis besonders anbieten und mit welchen regionalen Partnern sich welche Programme umsetzen lassen könnten. Auf der Basis einer vorausgehenden Potenzialanalyse gilt es, eine nachhaltige Strategie sowie ein regionales Leitbild zu entwickeln und dieses erfolgreich mit allen potenziellen regionalen Partner zu kommunizieren. 

1. F&E Programmanalyse
In dieser ersten Projektphase sollen verschiedene Förderprogramme des Bundes, des Landes und der Fraunhofer-Institute gesichtet und analysiert werden, um festzustellen, inwiefern sie für den Harzkreis Relevanz besitzen. Im besonderen Fokus steht dabei die „Hightech-Strategie" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Im Rahmen dieses Programms werden bis 2009 insgesamt rund 15 Milliarden Euro für Spitzentechnologien bereitgestellt. Gefördert werden unter anderem Projekte in den Bereichen Medizintechnik, Sicherheitstechnologie, Landwirtschaft, Energietechnik, Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnik, Mobilität, Luft- und Raumfahrt sowie Dienstleistungsentwicklung 

2. Situationsanalyse
In dieser Phase werden aus der Unternehmensdatenbank der Harz AG und anderen Quellen (Landkreis, Landesamt für Statistik etc.) alle für eine Innovationsstrategie relevanten regionalen Unternehmen und Forschungseinrichtungen ermittelt. 
Die ermittelten Unternehmen und Einrichtungen werden anschließend in drei Blöcke (größere Unternehmen, KMU, sonstige Einrichtungen) und drei Kategorien (potenzielle Partner mit und ohne eigene F&E-Kapazitäten, Nicht-Kandidaten) aufgeteilt und für die dritte Phase zusammengestellt.

3. Clusterbildung
In dieser Phase werden die im Rahmen der Situationsanalyse gesammelten Daten noch einmal gesichtet. Anschließend werden anhand geeigneter Kriterien Cluster mit Unternehmen und sonstigen Einrichtungen gebildet.  

Diese Kriterien umfassen Technologiefelder (nach Klassifizierung des BMBF und der Fraunhofer-Institute), Branchen (anhand der NACE-Klassifizierung des Bundesamtes für Statistik) und diverser Unternehmensdaten (Mitarbeiterzahlen, Jahresumsatz etc.). 

4. Corporate Profiles
In der vierten Projektphase werden für die zuvor selektierten Unternehmen detaillierte Datenblätter angefertigt und in einem Kompendium zusammengestellt, welches die Grundlage für die weitere Projektarbeit bildet. 

Eine verdichtete Version der Corporate Profiles soll außerdem im Rahmen eines Folgeprojekts für einen Online-Katalog „Innovation im Harzkreis" verwendet werden. 

5. Leitbildentwurf
Um die Ziele des Innovationsstrategie-Projektes wirksam zu kommunizieren und möglichst viele potenzielle Partner zur Mitarbeit animieren zu können, wird ein entsprechendes regionales Leitbild für den Harzkreis entworfen. Dieser Entwurf ist jedoch kein „offizielles" Leitbild für die Region. Er gilt zunächst als eine Vorarbeit zur Übernahme in das geplante Nachfolgeprojekt, welches eine Vielzahl von regionalen Akteuren in die Erstellung eines finalen Leitbildes einbeziehen wird. 

Das angedachte Leitbild soll regionale Stärken, Forschungsziele, Megatrends und Technologietrends miteinander verbinden und die Grundlage für eine „Corporate Identity" des Harzkreises bilden, ähnlich dem „Photonic Valley" rund um die FH Aalen. 

6. Strategiefindung
In der vorletzten Projektphase werden die in den Phasen 1 bis 4 zusammengetragenen Informationen sowie der vorläufige Entwurf des regionalen Leitbilds als Basis für die Entwicklung einer oder mehrerer potenzieller Ansätze für eine Innovationsstrategie verwendet.

Diese Strategieentwürfe besitzen, ebenso wie das regionale Leitbild, keine Endgültigkeit. Sie sind vielmehr als Vorbereitung für eine breit angelegte Diskussion zu betrachten, welche in der finalen Projektphase der Potenzialanalyse ihren Anfang nehmen soll. 

Beim Entwurf der Strategieansätze erfolgt eine Orientierung an erfolgreichen Innovationsstrategien anderer Landkreise und Kommunen. Diese sollen nicht kopiert werden, sondern es soll ermittelt werden, welche Elemente in allen erfolgreichen Innovationsstrategien prävalent erscheinen und wie diese auf die besondere Situation im Harzkreis angepasst werden können.
 

7. Strategie-Workshop
Der Workshop sollte nicht öffentlicher Natur sein und auch noch keine Unternehmen mit einbeziehen. Ziel ist es, den wesentlichen Entscheidern im Harzkreis die Ideen bezüglich Innovationsstrategie, Regionalleitbild und Forschungsförderung vorzustellen und damit die Grundlage für eine umfassendere Diskussion sowie für eine Fortführung des Projektes zu liefern.

Ansprechpartner:

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Dr. Thomas Müller
Vorstand

tm(at)harz-ag.de
Tel.: 03943 935800
Funk: 0171 6548539